Naturerlebniszentrum (NERZ) in Wallmerod wird aus EU-Mitteln gefördert

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Landrat Achim Schwickert wollte das geplante Naturerlebniszentrum (NERZ) in Wallmerod persönlich in Augenschein nehmen. Gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Lütkefedder und Ortsbürgermeister Ulf Ludwig sowie Vertretern der Masgeik-Stiftung, der Grundschule am Eichberg und Architekt Dirk Pott machte er sich vor Ort ein Bild von den Planungen. Und das aus gutem Grund, schließlich ist das NERZ das 1. Förderprojekt im aktuellen EU-Programm Leader.

Naturerlebniszentrum 2017

„Es ist zwar immer ein langer Weg, bis eine Förderung ausgesprochen wird, aber wenn vor Ort gut zusammengearbeitet wird und die Partner einen klaren Plan haben, lohnt es sich.“ kommentierte Schwickert den Bewilligungsbescheid über EU-Mittel in Höhe von 58.435 Euro, den die Verbandsgemeinde Wallmerod erhalten hat.

In Verbindung mit dem Ausbau des Schulhofes der Grundschule Wallmerod plant die Verbands-gemeinde Wallmerod auf einem unmittelbar angrenzenden Gelände ein Naturerlebniszentrum (NERZ). Das NERZ soll den Belangen von Kindern und Jugendlichen, aber auch insbesondere denen der älteren Menschen entsprechen und darüber hinaus Raum für die umweltpädagogische Arbeit bieten.

Bedingt durch den Standort ist einerseits die Einbindung der Natur- und Umweltaspekte im schulischen Bereich problemlos realisierbar. Schulleitung und Schulelternbeirat der Grundschule stehen dem Projekt positiv gegenüber und werden dies unterstützen. Andererseits sind die umweltpädagogischen Aspekte auch im Bereich der Erwachsenenbildung von Belang. Dazu ist eine Abstimmung mit der Masgeik-Stiftung erfolgt, die sich bereits im Vorfeld in die Planungen eingebracht hat. Als einzige private Naturschutzstiftung mit eigenen Naturschutzgebieten in Rheinland-Pfalz wird diese Stiftung das Projekt dauerhaft unterstützen und plant u.a., ihre Veranstaltungen und umweltpädagogischen Maßnahmen und Kursangebote auf dieser Fläche zu konzentrieren.

Auch das Altenpflege- und Seniorenheim Hildegard von Bingen in Wallmerod, das sich fußläufig etwa 200 Meter vom Standort entfernt befindet, kann die Einrichtung nutzen, die gerade auch die speziellen Erfordernisse mobilitäts-eingeschränkter Senioren berücksichtigt. So ist beispielsweise der behindertengerechte Zugang zu Hochbeeten eingeplant, die dann von den Senioren eigenständig bewirtschaftet werden können. Das gesamt Projekt wird barrierefrei ausgeführt und auch die WC-Anlagen in der angrenzenden Grundschule sind barrierefrei erreichbar.

Im Sinne einer breiten Einbindung der Bevölkerung war das Projekt Thema im Rahmen einer Bürgerversammlung in der Ortsgemeinde Wallmerod. Aufgrund der dortigen Gespräche haben einige Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse bekundet und sich zur dauerhaften Begleitung des Projektes bereit erklärt (z. B. Betreuung Hochbeete). Insgesamt bietet das NERZ eine optimierte Basis für umweltpädagogische Angebote sowie Mitmach- und Kooperationsprojekte für alle Generationen. Zudem kann eine ansonsten brachliegende Fläche im Ortskernbereich wieder öffentlich genutzt werden.

Planung und Begleitung bei der Durchführung der Maßnahme liegt in den Händen des Landschafts-architekten Dipl.-Ing. Dirk Pott, dp-freiraum, Dornburg. Bei der Auswahl des Ingenieurs haben seine langjährige Erfahrung bei ähnlichen Projekten in anderen Verbandsgemeinden maßgeblich eine Rolle gespielt.

Die geschätzten Bruttogesamtausgaben der Maßnahme belaufen sich auf 89.900,- €.

Das Projekt wird im Rahmen des Leader-Ansatzes des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogrammes „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE) durch den „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER) mit 65 % = 58.435,- € bezuschusst.

Neben dem Eigenanteil der Verbandsgemeinde Wallmerod in Höhe von 25.000,- € verbleibt ein restlicher Anteil in Höhe von 6.465,- €, den die Ortsgemeinde Wallmerod trägt.

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