Mamier-Stiftung als Stiftung des Monats ausgezeichnet

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Mamier-Stiftung-Auszeichnung2014Die Mamier-Kulturstiftung, mit ihrem Sitz im hessischen Bad Camberg, wurde durch die Hessische Staatskanzlei zur „Stiftung des Monats April 2014“ ausgezeichnet. Eine große Zahl an Ehrengästen fand sich zur Überreichung der Auszeichnung im Rathaus der Verbandsgemeinde ein.

Man sah es den Stiftungsgründer Fritz Mamier im Gesicht an, dass ihm die Verleihung der Auszeichnung „Stiftung des Monats März 2014“ sehr viel Freude bereitete. Bevor er jedoch im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Wallmerod die Auszeichnung der Hessischen Staatskanzlei durch Staatssekretär Michael Bußer überreicht bekam, nutzte Klaus Lütkefedder die Gelegenheit in seiner Funktion als Verbandsbürgermeister, als 2. Vorsitzender des Stiftung und als Vorsitzender des Kulturfördervereins der Verbandsgemeinde die vielen Ehrengäste in diesem Rahmen zu begrüßen.

 

So waren unter den Gästen auch der Vorsitzende des Kuratoriums Dr. Dieter Fischer und weitere Mitglieder des Kuratoriums, die vereidigte Sachverständige für Klassische Antike Dr. Dr. h.c. Barbara Deppert-Lippitz, Mitglieder des Kulturfördervereins sowie viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte von Fritz Mamier. Er begrüßte in Rheinland-Pfalz  besonders  Staatssekretär Michael Bußer „der zuständig ist für die hessische Außenpolitik ist“.

Dieser spannte  in seiner Laudatio den Bogen von Politik zur Kultur. „Kultur ist das höchste Gut der Menschen“ so der Staatssekretär der sich verwundert zeigte die Auszeichnung „In einem Gefängnisturm in Rheinland-Pfalz zu überreichen. Da hab ich schon komisch geguckt“. Doch er wurde schnell aufgeklärt, denn in dem ehemaligen Gefängnis befindet sich eine einzigartige Sammlung afghanischer Kunst- und Kulturschätze.

Die Gründer der Stiftung, Fritz und Gisela Mamier, lernten sich bei Deutschen Entwicklungsdienst kennen und arbeiteten ab 1967 für zwei Jahre als Entwicklungshelfer in Afghanistan und Bolivien. Nach ihrer Rückkehr Ende 1969 heirateten sie. Beide arbeiteten und lebten ab Januar 1970 bis zum Jahr 1984 im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe in den Ländern Afghanistan, Brasilien, Trinidad und Tobago. In dieser Zeit erwarben sie den größten Teil ihrer Sammlung von Gebrauchs-, Kultur- und Kunstgegenständen die im Museum in Wallmerod zu bewundern sind. Unter dem Titel „Faszination Afghanistan“ werden Exponate aus nahezu allen Epochen der reichen afghanischen Kulturgeschichte präsentiert. Die Sammlung umfasst eine einmalige Kombination von Siegelsteinen, Skulpturen, Keramik, Schmuck, Münzen, Waffen, Büchern und Gebrauchsgegenständen, die bis in die Zeit Alexander des Großen reichen. Darunter ein wertvoller Siegelring aus dieser Zeit. Die Mamier-Kulturstiftung wurde im Februar 2007 als rechtskräftige Stiftung des bürgerlichen Rechts vom Regierungspräsidium in Gießen anerkannt.

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Nach der Überreichung der Auszeichnung nutzten die Gäste zu einem Besuch des Museums im ehemaligen Gefängnis von Wallmerod.

Fritz Mamier dankte dem Staatssekretär für diese Auszeichnung erinnerte aber auch an die Anfänge in Afghanistan. „Man musste das Vertrauen der Menschen sich über eine längere Zeit erwerben“ so Fritz Mamier. Erst von da an sei es möglich gewesen Stücke von einzigartigem Wert zu erwerben. Mehr noch „man hatte fast den Eindruck als wenn die Menschen damals diese Stücke in Sicherheit haben wollten“ so Fritz Mamier. Verbunden mit der Urkunde war noch ein Geldpreis in Höhe von 500 Euro der dem Stiftungskapital zufließt. Anschließend nutzten die Gäste die Gelegenheit die Sammlung zu begutachten. kdh

Fotos: Häring

foerderer

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