Kooperation mit der Verbandsgemeinde Westerburg

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Kooperation der Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg soll Attraktivität der Region steigern

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Westerburg und Wallmerod, Gerhard Loos und Klaus Lütkefedder, wollen eine Kooperationsvereinbarung treffen, die in Kürze von beiden Verbandsgemeinderäten sowie mit den Ortsbürgermeistern diskutiert werden soll.

Schwerpunkte bilden fürs erste neben dem bereits laufenden Projekt Backesdörfer die Themen Feuerwehr, Wasserversorgung, Tourismus und die Initiative Leben im Dorf. Die Zeiten des Kirchturmdenkens seien vorbei, darin sind sich die beiden Bürgermeister einig, mögliche Synergieeffekte müssten genutzt werden.

In der Hoffnung, dass 1 und 1 ausnahmsweise mehr als 2 ergibt, haben die beiden Bürgermeister die Möglichkeiten einer Kooperation diskutiert. Dabei sei eine Zusammenarbeit in Sachen Feuerwehr und Wasserversorgung nichts absolut Neues, so Gerhard Loos. Hier gab es schon in der Vergangenheit ein gutes Miteinander. Jetzt gelte es aber, diese Bereiche gemeinsam zu aktualisieren. Dazu zählen zum Beispiel die Einsatzpläne der Feuerwehren, die bislang nicht den Strukturänderungen angepasst sind und die Einführung des Digitalfunks. In Sachen Wasserversorgung haben die Bürgermeister angedacht, ab Juli 2011 eine Einkaufsgemeinschaft zu bilden, eine gemeinsame Rufbereitschaft einzurichten sowie über die Klärschlammverwertung nachzudenken. Diese Aufgaben, das ist den Bürgermeistern bewusst, zählen zu den klassischen im Sinne der Gebührenzahler.

Ergänzen wollen sich die Verbandsgemeinden in Sachen Tourismus und Dorfkernbelebung. Hier können sie jeweils vom anderen lernen. Die Verbandsgemeinde Wallmerod habe seine Schwäche in touristischen Belangen: „Da haben wir gar nichts, Westerburg ist dagegen super aufgestellt“. Die Vermarktung des Westerburger Landes liegt in den Händen von Martin Rudolph von der Gesellschaft für Touristik. Der gemeinsame Radweg sei einer der besten in der Region und ein guter Anfang für die Kooperation. Rudolph sieht aber auch in der Verbandsgemeinde Wallmerod Potenzial, das es zu erschließen gelte. Zum Beispiel Schloss Molsberg oder das Naturkundemuseum in Hahn am See. „Für Leute, die zu uns kommen, zählen keine Grenzen,“sagt Gerhard Loos.

Das gleiche gilt für die Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ nur in umgekehrter Weise. Hier kann die VG Wallmerod der VG Westerburg Schützenhilfe leisten und das Projekt auch dort einsteuern. „Wir müssen neidlos anerkennen, dass die VG Wallmerod mit diesem Projekt sogar bundesweit eine Vorreiterrolle spielt“, sagt Gerhard Loos. Es sei wenig sinnvoll, eine eigene Organisationsstruktur aufzubauen, wenn man auf langjährige Erfahrung zurückgreifen kann.

Dabei wollen die Bürgermeister erst einmal für diese vier Bereiche eine Struktur schaffen und schauen, wie es funktioniert und ob die Räte und Bürger die Kooperation mittragen. Erst dann würden sie die Zusammenarbeit etwa im Bereich Schulen ausweiten. So könne die Region Stück für Stück attraktiver werden und das Projekt, bislang ohne Namen, hätte gleichzeitig den Effekt der Wertschöpfung. skw

29.03.2011, Westerwälder Zeitung

foerderer

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