Flüchtlingshilfe geht online

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

helfen-im-waellerland-2016Die Flüchtlingshilfe in den Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg ist jetzt auch im Internet präsent. Am 27.10.2016 schalteten die beiden Bürgermeister Klaus Lütkefedder (Wallmerod) und Gerhard Loos (Westerburg) die Internetseite www.helfen.waellerland.de online. Neben allgemeinen Informationen zur Flüchtlingsarbeit wird darüber informiert, was gerade an Wohnungen, Sachen oder Hilfeleistungen gebraucht wird. Auch freie Wohnungen können so über das Internet einfach und bequem gemeldet werden – rund um die Uhr. Programmiert wurde der Internetauftritt von Rolf Bayer, Geschäftsführer der Werbeagentur BY4 Media aus Koblenz.

Als die Flüchtlingsströme den Westerwald erreichten, befanden sich die Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg als Projektpartner in der Landesinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“ (SKSL). Schnell war klar, dass auch in der Flüchtlingsarbeit koordiniertes Handeln Sinn macht. Daher wurde die Flüchtlingshilfe kurzerhand zu den bestehenden Kooperationsfeldern aufgenommen. Genauso klar war, dass ein gemeinsamer Internetauftritt dabei helfen kann, Angebot und Nachfrage an Hilfeleistungen passgenau zusammenzubringen. Als das Land die Finanzierung aus den SKSL-Projektmitteln zugesagt hat, begann der Entwicklungsprozess.

Fest stand dabei von Anfang an: Die Seite muss bewusst einfach, schlank und intuitiv bedienbar sein. Ohne unnötigen Ballast nur mit den Informationen und Inhalten, die unabdingbar für die tägliche Arbeit in der Flüchtlingsarbeit gebraucht werden. Und so waren als Schwerpunkte neben der allgemeinen Informationsplattform schnell die Suche nach Wohnungen, Gegenständen (z. B. Möbel und Bekleidung) sowie allgemeinem Hilfebedarf insbesondere für Paten, Sprachkurse, Fahrdienste, Hausaufgabenbetreuung oder Praktikumsplätze ausgemacht. Damit die Menschen die Hilfe erhalten, die sie tatsächlich auch benötigen, soll nur dieser konkrete Bedarf eingestellt werden. „Wir wollen nämlich keine Konkurrenz zum Sozialkaufhaus Montabaur oder zur Neuen Arbeit in Westerburg werden und eigene Lager betreiben“, erläutert der Wallmeroder Verwaltungschef. Einzige Durchbrechung ist die Wohnungssuche. Hier können auch Angebote über den konkreten Bedarf hinaus quasi auf Vorrat gemeldet werden. „Auf diese Weise können wir hoffentlich auch anerkannten Flüchtlingen eine Wohnungsperspektive vor Ort anbieten“, so Klaus Lütkefedder zu der Herausforderung, für die derzeit 44 anerkannten Flüchtlinge in Wohnungen der VG Wallmerod eigenen Wohnraum zu finden. Überhaupt geht es auch in dem Internetauftritt darum, die 3 wesentlichen Integrationsfelder Wohnung, Sprache und Arbeit zu besetzen. Optimiert wird mittels Internet auch die Möglichkeit, Geld zu spenden.

Weiterer Ansatz bei dem Internetauftritt ist es, die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer vor Ort zu stärken. Deshalb können die Koordinatoren vor Ort Gesuche direkt einstellen und auf kurzem Wege mit den Helfenden eine schnelle und unbürokratische Abwicklung verabreden.

Mit dem Betätigen des symbolischen „Startbutton“ ging der Internetauftritt online. „Jetzt geht es darum, das Werkzeug zu nutzen und mit Leben zu füllen“, merkte Klaus Lütkefedder an und wünschte sich eine rege Nutzung zum Wohle hilfsbedürftigen Menschen.

helfen im waellerland 2016

Los geht’s. Die beiden Bürgermeister Klaus Lütkefedder (Wallmerod) [2.v. r.] und Gerhard Loos (Westerburg) [Mitte] schalten mit dem symbolischen „Startbutton“ den Internetauftritt online. Programmiert wurde die Internetseite von Rolf Bayer [2. v. l.] unter fachlicher Begleitung von Thomas Wolf (VG Wallmerod) [rechts] und Martin Ortseifen (VG Westerburg) [links] – Foto: Häring

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