Westerburg und Wallmerod schreiten zurück in die Zukunft

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

WaellerLand-Unterschrift-Kooperation-2016(Zukunfts-)Kooperation wird fortgeführt

Großes Lob für die Verbandsgemeinden Westerburg und Wallmerod spendete Staatssekretär Randolf Stich (Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur): „Sie haben tolle Arbeit gemacht“, sagte er bei der Abschlussveranstaltung „Starke Kommunen – Starkes Land“ (SKSL) im Kirchengemeindezentrum Pottum. Die Zukunftsinitiative hat im Modellraum „WällerLand“ tolle Projekte und eine herausragende Zusammenarbeit hervorgebracht. Und um die Zukunft nicht einfach enden zu lassen, standen am Abschluss des Treffens, dass um die 100 Gäste anzog, zwei Unterschriften, die für eine fortgeschriebene Kooperationsvereinbarung stehen – die von den Bürgermeistern der beiden Verbandsgemeinden: Gerhard Loos (Westerburg) und Klaus Lütkefedder (Wallmerod)

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Erstaunlich viel zu lachen gab es bei einer Veranstaltung, die voller (Kommunal)-Politiker war. Viele Ortsbürgermeister, Beigeordnete und Ratsmitglieder aus beiden Verbandsgemeinden waren gekommen. Als „Running Gag“ musste in den rund zwei Stunden Name und Funktion des Staatssekretärs herhalten, mal bekam er den Doktortitel zuerkannt, mal wurde der Vorname falsch geschrieben oder die Funktion verwechselt. Diese Fehler wurden jedoch nicht peinlich, sondern sehr humorvoll aufgenommen. Das ist wohl auch ein Ergebnis der Annäherung der vergangenen Jahre. Das lockere Miteinander zeigte: Hier haben sich Menschen angenähert, irgendwie auf spielerische Art, die dann zu harter Arbeit führte – aber auch zu sichtbaren Ergebnissen. Man spielte sich die Bälle zu, von einer VG zur nächsten, und kam schließlich zur produktiven Zusammenarbeit, wobei jeder Partner seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen konnte – und jeder vom andern profitierte.

Gemeinsam stark

Die Zukunftsinitiative dreht sich inhaltlich insbesondere um die Bedürfnisse der Bürger. Letztere schritten an dem Abend zwar nicht ans Mikrofon, waren aber gut vertreten: insbesondere durch Feuerwehrleute. Bei der Kooperationsvereinbarung, die im Jahr 2011 begann, stehen die Zukunftswünsche der Einwohner im Mittelpunkt. „Sie sind die Fachleute“, sagte Stich, der auch beteuerte: „Malu Dreyer ist ein großer Fan des Projekts.“

Längst hat die demografische Entwicklung schon zugeschlagen, konnte Ortsbürgermeister Kurt Weil für sein Dorf deutlich machen. Und er zählte mehr auf, als die Reduzierung von acht auf heute zwei Wirtschaften. Doch nun soll Pottum eine „neue Mitte“ finden: Davon wusste Edelbert Schilling zu berichten. Hintergrund ist insbesondere der Bau eines neuen, innovativ nutzbaren Kirchengebäudes, da die alte Kirche marode ist. Der Beigeordnete sagte stolz: „Wir sind Schwerpunktgemeinde geworden.“ Sein Erfolgsrezept: „Gemeinsam etwas machen – offen, ehrlich, konstruktiv. Einige Pluspunkte der Region zählte er auf und mahnte die Notwendigkeit an, sich für den Wiesensee einzusetzen.

Bürgermeister Lütkefedder stellte die vier gemeinsamen Schwerpunkte vor: Tourismus (etwa die Nassau-Wäller-Radrunde), Ortskernentwicklung, Wasser/Abwasser und Feuerwehrwesen. Allein der letzte Punkt macht deutlich, wie viel möglich wird: Nachwuchsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung und Ausrüstung sind die Stichpunkte. Und ein Planspiel „Zukunftsfähige Feuerwehr 2030“ bezog die jüngeren Feuerwehrleute mit ein. Als sichtbarer Beweis für das gemeinsame Vorankommen wurden vor Ort beiden Wehrleitungen und den Werkleitern Mehrgas-Messgeräte überreicht.

Zukunftsfähig

Der Zukunftsausblick von Gerhard Loos machte klar, dass Zusammenarbeit schlichtweg unverzichtbar ist: Das Näherrücken von Kommunen ist aus ganz pragmatischen Gründen erforderlich. Loos erläuterte, dass alleine, um europarechtliche Ausschreibungen korrekt durchführen zu können, Spezialistenwissen in Zukunft erforderlich sei. Sein Kollege Lütkefedder wünschte sich für „WällerLand 4.0“, dass der Austausch weiterläuft und es von außen – vom Land – externe Anstöße gibt und die Begleitung weiterläuft. Auch ein „modellraumübergreifender Austausch“ war unter anderem ein Wunsch an den Staatssekretär. Stich selbst unterstrich: „Wir wollen, dass Kooperation allgemeiner Handlungsgrundsatz wird.“ - Fortsetzung folgt - (tast)

• Die gemeinsame Homepage gibt es unter www.waellerland.de zu entdecken.

Westerburg Wallmerod Kooperation 2016


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