Kinderchor singt Cupido

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Am Samstag, dem 9. Juli 2016 fand in Koblenz zum fünften Mal das jährliche Konzert des Cantania-Projektes statt: die Realschule plus Salz war zum vierten Mal in Folge mit dabei!

Inmitten von knapp 500 Schülern sangen die Kinder der Realschule plus Salz das diesjährige Stück „Babaua – Die Leiden der Mimi“. Der Liebesgott Cupido, gesungen vom Chor der Kinder, soll der verwöhnten Mimi auf ihrer Reise durch Zeit und Raum zu einem Ehemann verhelfen. Begleitet von professionellen Instrumentalisten spielten die Sopranistin und eine weitere männliche Hauptrolle sich durch die unterhaltsame, mal nachdenkliche und mal lehrreiche Geschichte. Mit wirkungsvollen Requisiten untermalten die Kinder auf der Bühne die jeweilige Situation: mit üppigem Federschmuck, als der Indianer „Roter Mond“ auftaucht, mit der Kochmütze des italienischen Kochs Peppino, einem Chinesenhut oder hunderten funkelnder Sterne.

Cantania 2016

Das rheinland-pfälzische Schulsingprojekt „Cantania“ vom Musikforum Kastellaun kommt ursprünglich aus Barcelona (Spanien), wo jährlich mittlerweile etwa 42.000 Schülerinnen und Schüler an 80 Konzerten teilnehmen. Cantania existiert dort bereits seit 25 Jahren. Die Deutschlandpremiere fand 2012 in Mainz statt. Jedes Jahr wird für das Projekt bei einem Komponisten und einem Textautor aus Katalonien ein knapp einstündiges Werk für einen großen, meist einstimmig singenden Kinderchor, acht Profimusiker und (in der Regel) zwei Gesangssolisten in Auftrag gegeben. Das spanische Stück in deutscher Übersetzung und Bearbeitung wird auf zwei Lehrerfortbildungen einstudiert und dann an etwa 40 Schulen mithilfe von Lehrkräften über mehrere Monate im Musikunterricht eingeübt. In diesem Jahr traten etwa 1500 Kinder der Jahrgangsstufen 3 bis 6 in drei Konzerten in Koblenz und Neustadt an der Weinstraße auf.

Auch 2016 waren die Aufführungen ein voller Erfolg. Die Mühen des monatelangen Probens von Liedern und Choreographien sowie die Aufregung und Anspannung während der Generalprobe wurden mit anhaltendem Applaus und einem unvergesslichen Erlebnis belohnt. Nicht ohne Grund sind die meisten Schulen zu „Wiederholungstätern“ geworden. Dann bis im nächsten Jahr!