NNP Backesbrot und Kartoffelsuppe

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Besucheransturm in den Backesdörfern

Der Erfolg des ersten "Tags der Backesdörfer", ausgerichtet von den beiden Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg, übertraf selbst die Erwartungen der größten Optimisten.

"Wir haben nie daran gedacht, dass dieser Tag so einschlagen würde. Wir sind begeistert", sagte Wallmerods Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder (CDU), der nicht nur am Startpunkt in Mähren dabei war. Er machte sich bei herrlichem Wetter auch das Vergnügen und fuhr alle teilnehmenden Gemeinden und Punkte ab.

Mit diesem Tag soll die Infrastruktur der teilnehmenden Dörfer über die Grenzen der Verbandsgemeinden hinweg gestärkt werden. Und die Gemeinden taten alles Erdenkliche, um den vielen Besuchern aus Nah und Fern einen gemütlichen Tag zu bieten. An erster Stelle standen die alten Backstuben (Backes).

So wie in Bilkheim, wo Backesbäcker Karl-Heinz Mielich eigens für diesen Tag ein Dinkelbrot in den heißen Backesofen schob. Dieses wurde ihm von den Besuchern "fast aus der Hand gerissen" und in einigen Fällen an Ort und Stelle angeschnitten. "Es schmeckt toll", lobten die Backesbrot-Käufer. Dies war aber nicht der einzige kulinarische Hochgenuss.

Den Besuchern des Backesdörferfestes wurde eine Teilnehmerkarte in die Hand gedrückt. Mit dieser konnten sie am Wettbewerb "Westerwaldsteig-Kartoffelsuppe" teilnehmen. Es wurden drei Suppen angeboten, die nach einem besonderen Auswahlverfahren durch "Kräuterwind"-Wirte bereits in die Endauswahl kamen. "Die Suppe mit den meisten Punkten wird die Westerwaldsteig-Kartoffelsuppe", informierte Martin Rudolph, Geschäftsführer der Gesellschaft für Touristik Westerburger Land. Wie zu erfahren war, wurde bei der Suppe nicht nur Wert auf den guten Geschmack gelegt, sondern auch darauf, ob diese sowohl im Privathaushalt als auch in der Gastronomie nachgekocht werden kann. Schließlich soll die Westerwaldsteig-Kartoffelsuppe nicht nur entlang des Westerwaldsteigs, sondern im gesamten Westerwald weite Verbreitung und großen Anklang finden.

Obwohl sich bei den drei Suppen alles um die "Knolle" dreht, sind doch die restlichen Zutaten und auch die Zubereitung recht unterschiedlich. Ob mit Mettwurst, Blutwurst oder Kräuterschmand – allesamt versprachen sie einen Westerwälder Hochgenuss, der lecker ist und für Energie und somit neue Kräfte sorgte.

Auch das Rahmenprogramm wurde sehr gut angenommen. So wie die Kutschfahrten, mit denen die Besucher von Ortschaft zu Ortschaft gefahren wurden. Oder die Kirchenführung in Salz. Hier hatte Pfarrer Anton Jonitz einen nie erwarteten Besucheransturm zu bewältigen. Die Teilnehmerzahl übertraf alle Erwartungen. Teilweise musste hier der Besuch des Kirchenturmes in zwei Gruppen durchgeführt werden, um allen die Gelegenheit zu bieten, einmal den Turm der historischen Kirche zu besuchen.

Nach dem tollen Erfolg möchte Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder den "Tag der Backesdörfer" jedes Jahr durchführen und das Programm sogar noch um weitere Gemeinden erweitern. Hier schwebt ihm die Ausdehnung auf Molsberg mit seinem Markt und Gershasen mit dem Backesmuseum vor. kdh

Nassauische Neue Presse, Artikel vom 27. September 2011

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