Vertrag besiegelt Kooperation

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Zusammenarbeit Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg ergänzen sich gegenseitig

BilkheimVertragIm Rahmen einer kleinen Feierstunde fand dieser Tage vor der Kulisse des „Alten Backes“ in Bilkheim die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung statt, in deren Mittelpunkt die engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg steht. Die gegenseitige Unterstützung soll zunächst in Sachen Tourismus und Ortskernentwicklung beginnen und ab Juli in den Bereichen Feuerwehrwesen sowie Wasser- und Abwasserversorgung fortgesetzt werden.

Ortsbürgermeister Michael Becker zeigte sich erfreut, dass dieser Termin gerade in seiner Heimatgemeinde stattfand. In seiner Begrüßungsansprache hieß er die beiden VG-Bürgermeister Klaus Lütkefedder (Wallmerod) und Gerhard Loos (Westerburg) willkommen. „Ein besseres Ambiente hätten wir nicht finden können“, stimmte Lütkefedder den Ausführungen Beckers zu, der auf Tradition und Würdigkeit des zentralen Platzes mit seinen unter Denkmalschutz stehenden „Wahrzeichen“, dem alten Backhaus und der großen Linde, hinwies.

Stärken und Schwächen erkennen und zum Wohle der Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen, das ist das Anliegen der beiden Bürgermeister, die in Zukunft noch enger zusammenarbeiten möchten. Mit ihrer Unterschrift gaben sie hierfür den offiziellen Startschuss. Die gemeinsam gesteckten Ziele beinhalten unter anderem den Aufbau eines regionalen Nahversorgungsnetzwerks. Im Rahmen des Aktions- und Förderprogramms „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ sollen bestehende Strukturen erhalten und der künftige Bedarf gesichert werden. „Die Tatsache, dass wir bereits vor der Unterzeichnung einige Vorhaben auf den Weg gebracht haben, zeigt, mit welcher Ernsthaftigkeit und Dynamik wir die Sache angehen“, äußerte sich Klaus Lütkefedder. Gerhard Loos berichtete in diesem Zusammenhang vom ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt der beiden VGs bei einem Groß-Event: der Präsentation des Westerburger Landes auf der Buga in Koblenz. Wie er weiter mitteilte, habe in Sachen Tourismus bereits ein Gespräch mit Christoph Hoopmann, Geschäftsführer des Westerwald-Touristik-Service, stattgefunden. Die Idee mit der Vermarktung der Backes-Dörfer sei bei ihm auf positive Resonanz gestoßen.

In Zusammenarbeit mit der Westerwald-Touristik werden die beiden Verbandsgemeinden als gemeinsamer Naturraum „Wäller Land“ auftreten und sich touristisch vermarkten. In diesem Zusammenhang nutzte Lütkefedder nun auch die Gelegenheit, auf das in Planung befindliche erste Backesdörfer-Fest hinzuweisen. Der Termin wurde bereits auf Sonntag, 25. September, gelegt.

Neben den Gemeinden Bilkheim, Herschbach, Elbingen, Mähren und Hahn am See werden auch Girkenroth, Guckheim und Weltersburg mit besonderen Attraktionen und „Frisch Gebackenem“ zu einem Besuch einladen. „Natürlich möchten wir auch Aktivitäten von außerhalb in das Konzept einbinden“, so Lütkefedder. Der Termin sei mit Bedacht gewählt, schließlich findet an diesem Tag auch der Molsberger Markt statt, der seit Jahren Anziehungspunkt für Jung und Alt ist. Um Parkplatzproblemen schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen, sei angedacht, eine entsprechende Fahrrad-Route anzubieten. Somit haben die Besucher die Möglichkeit, alle Ortschaften problemlos anzufahren und das ganze Programm in vollen Zügen zu genießen. Die Koordination und Planung des Backesdörfer-Festes obliegt der Tourist-Information Westerburger Land.

BilkheimVertrag

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 27. Mai 2011, Seite 21

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