Neues Wäller Radwegenetz beschildert und mit Informationstafeln ausgestattet

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

klaus luettkefedder vg-wallmerodVielen Westerwäldern sind die großen weißen Schilder mit grüner Schrift schon aufgefallen, die in jüngster Zeit an vielen Straßenabzweigungen und Kreuzungen stehen. Jetzt ist es amtlich: Das neue, 260 Kilometer umfassende Radwegenetz im Westerwaldkreis ist fertig. Kürzlich hat Landrat Achim Schwickert am Wiesensee das letzte der Hinweisschilder angeschraubt – aufmerksam beobachtet von den Bürgermeistern oder den Vertretern aus fast allen Verbandsgemeinden.

 

Jetzt können heimische Radler und Touristen Land und Leute sowie die Naturräume vom Fahrradsattel aus näher kennenlernen. Die Federführung für das neue Radwegenetz, das in enger Zusammenarbeit mit den zehn Verbandsgemeinden konzipiert wurde, hatte der Kreis übernommen. „Da nichts an zertifizierten Radwegen vorhanden war, mussten wir quasi bei null anfangen“, erklärt Marion Krätz-Klein von der Kreisverwaltung die relativ lange Realisierungsphase. Das sei aber auch die Chance gewesen, völlig neue Strukturen zu schaffen. „Mit der Fertigstellung und Integrierung unseres Radwegenetzes in das rheinland-pfälzische Netz sind wir wieder einen großen Schritt bei der touristischen Vermarktung unseres Landkreises und der Region weitergekommen.“

„Aber auch unsere Bevölkerung kann jetzt öfter das eigene Auto stehen lassen und umweltfreundlich und relativ gefahrlos ins Nachbardorf oder zur Verbandsgemeinde gelangen“, so der Landrat. Er dankte besonders den Bürgermeistern für das konstruktive Zusammenspiel bei Planung, Realisierung und Finanzierung.

Die einzelnen Routen des Gesamtnetzes umfassen Längen von 22 bis 73 Kilometern. Diese bilden ein Radwegenetz, das sich in den Nachbarlandkreisen fortsetzt und meist auch mehrere Verbandsgemeinden miteinander verbindet. So ist es zum Beispiel problemlos möglich, von Montabaur nach Limburg zu radeln. Die Vielzahl gut ausgebauter Wirtschaftswege in Wald und Flur kam den Kreis- und Verbandsgemeinde-Radwegeplanern zugute. Sämtliche Strecken werden auf vorhandenen Wegen ausgewiesen, aber nach landeseinheitlichen Kriterien ausgeschildert.

An verschieden Stellen der vielen Wege sind zusätzlich Informationstafeln aufgestellt worden. Die Bürgermeister und Landrat Schwickert konnten sich von dem hohen Informationsgehalt für den Radfahrer und auch den Besucher am Wiesensee überzeugen. Auf dem Übersichtsplan kann man sehr gut erkennen, auf welchem Abschnitt im Westerwald man sich gerade befindet.

buergermeister westerwald

Zu dem Treffen am Wiesensee hatte sich auch Stefan Ebener von Zweirad Ebener aus Niederroßbach eingefunden. Im Gepäck hatte er mehr als ein Dutzend verschiedene E-Bikes. Alle Räder konnten auf dem Parkplatz vor der Tourist-Information getestet werden. Unterfachlicher Anleitung wurden die Vorzüge der einzelnen Antriebe und Qualitäten der Räder „probiert“. Schon im zweiten Jahr stehen in der TiWi zwei E-Bikes der Fa. Ebener zum Ausleihen bereit. Nicht wenige Besucher haben sich nach einer halbstündigen Testfahrt um den See von den Vorzügen der elektrischen Unterstützung überzeugen lassen und dann auch ein eigenes Rad angeschafft. Um in den Vorzug der Ausleihe zu kommen, sollte früh genug vorreserviert werden, so Martin Rudolph von der Tourist-Information am Wiesensee. An die Einrichtung einer richtigen Verleihstation mit mehreren Fahrrädern und einer Akkuwechselstation wurde bereits gedacht. Mit einem Fahrradunternehmen wie Zweirad Ebener als Partner ist dafür gesorgt, dass es sich um hochwertige Räder für die Ausleihe handelt. Die Realisierung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Ein weiterer Sponsorpartner, der die Investition mitträgt, wird noch gesucht.