Sommertour führt Ministerin Höfken ins Freibad Hundsangen

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Blockheizkraftwerk und Nahwärmeverbund wecken Interesse. Ministerin „testet“ die Wassertemperatur.

Auch eine Ministerin kann bei einem dienstlichen Termin ihren Spaß haben. So geschehen bei der Sommertour der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne), die den Besuch im Freibad Hundsangen im Rahmen ihrer Sommertour zu einem erfrischenden Bad im renovierten Freibad nutzte. Doch sieht man genauer hinter diese erfrischenden Bahnen bei herrlichem Sonnenschein kann dies auch als praktischer Test gewertet werden. Denn sie hat sicher nur die Wassertemperatur getestet, die über die neue Heizanlage im Freibad gewonnen wird.

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Gewonnen hat sie auf jeden Fall im Rahmen dieser Sommertour viele Erfahrungen. Unter dem Titel „made in Rheinland-Pfalz“ besuchte sie Betriebe mit smarter Technik für die Umwelt und smarten Lösungen in den Bereichen Energie, Klima und Umweltschutz. Hier zeigten Unternehmen und Kommunen, dass Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz eng zusammengehören. So wie in Bad Marienberg, wo die Firma Vecoplan besucht wurde. Das Unternehmen produziert seit 45 Jahren Anlagen, die in der ganzen Welt Recycling- und Brennstoffe aus Abfall heraussortieren. Oder wie beim Lindner-Hotel am Wiesensee wo ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage Wärme und Strom produzieren.

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Wie sehr sich die Ministerin für die Entwicklung beim Wärmeverbund mit der Grundschule, der Turnhalle und dem Freibad in Hundsangen interessiert, zeigt die Tatsache, dass Ulrike Höfken trotz ihres engen Terminkalenders bereits zum zweiten Mal das Bad besuchte. Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder begrüßte gemeinsam mit Ortsbürgermeister Alois Fein den Gast aus Mainz im Kreise zahlreicher Gemeindepolitiker und zeigte die Hintergründe des Wärmeverbundes auf.

Durch ein Blockheizkraftwerk wird Wärme für die Schulsporthalle, die Grundschule und das Schwimmbad produziert. Gleichzeitig erzeugt die Anlage Strom für die Objekte und zusätzlich für die Feuerwehr. Gebraucht werden für die vier Objekte pro Jahr rund 105000 kWh, erzeugt werden etwa 117000 kWh. Wenn mehr Strom produziert wird, kann dieser ins Netz gespeist werden und sollte die Wärme nicht ausreichen kann über den Verbund auf die bereits vorhandenen Heizungen zurückgegriffen werden.

Angetan zeigte sich die Ministerin auch von der Schatten spendenden Sonnenschutzkonstruktion der sie im vergangene Jahr schon einen Besuch abstattete. Danach testete sie die Wärme des Freibadwassers, um zu erfahren ob das Blockkraftheizwerk auch tatsächlich so effizient arbeitet wie es vorher erläutert wurde. kdh

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