Bauland in ländlichen Regionen bedarfsgerecht erschließen

Geschrieben von: Leben im Dorf am .

Bauland-bedarfsgerecht-erschließen-2018„Leben im Dorf – Leben mittendrin“ ist ein Modellprojekt der Verbandsgemeinde Wallmerod, das inzwischen weltweit Interesse geweckt hat. Sogar eine Delegation aus Taiwan wird im Sommer 2018 die Gemeinde im Westerwaldkreis besuchen, um das Projekt kennenzulernen, dessen Ziel es ist, der Abwanderung in die Städte oder dem Bauen in Neubaugebieten entgegenzuwirken. Eine Wiederbelebung und Stärkung der Ortskerne sowie der Zuzug junger Familien sind die positiven Effekte.

Das Bauen im Bestand und in den Ortskernen beschäftige den Berufsstand ständig, so Kammergruppensprecher Stefan Wild aus Montabaur. Im Rahmen der woche der baukultur hat er zusammen mit Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder und der Kreisgruppe Westerwald des Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz ins Rathaus nach Wallmerod eingeladen. Viele Interessierte waren gekommen, unter ihnen vor allem Architekten/innen und Landschaftsarchitekten/innen, aber auch Ortsbürgermeister aus benachbarten Verbandsgemeinden und die Presse.

Baubeginn beim Radweg Hundsangen-Obererbach

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Radweg-Hundsangen-Obererbach-1Spatenstich zum Auftakt der Baumaßnahme

Mit einem gemeinsamen Spatenstich haben die Bürgermeister Fein (Hundsangen), Krämer (Obererbach) und Lütkefedder (VG Wallmerod) die Bauarbeiten für den Radweg zwischen Hundsangen und Obererbach gestartet. Das Projekt mit dem offiziellen Titel „Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur durch Anlage einer sicheren Radewegeverbindung zwischen den Ortsgemeinden Hundsangen und Obererbach in der Verbandsgemeinde Wallmerod“ im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative wird nun in wenigen Wochen fertig gestellt.

Wallmeroder Modell ist eine Positivspirale

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Zukunftsgestaltung Was die Informationsveranstaltung im Rahmen der Woche der Baukultur den Architekten zu bieten hatte

baukultur-wallmerod-2018-740Mit einem Rundgang durch Teile von Wallmerod endete ganz praktisch eine Informationsveranstaltung im Rahmen der Woche der Baukultur, zu der die Architektenkammer gemeinsam mit der Kreisgruppe Westerwald des Gemeinde- und Städtebundes eingeladen hatte. Das Motto lautete „Innenentwicklung oder Neuerschließung? – Bauland bedarfsgerecht bereitstellen.“

„Das ist ein Thema, mit dem wir immer zu tun haben“, erklärte Kammergruppensprecher Stefan Wild einleitend, bevor Prof. Karl Ziegler (TU Kaiserslautern) Entwicklungsperspektiven im ländlichen Raum analysierte und in puncto Wohnraumbedarf feststellte: „Neues Bauland nicht um jeden Preis.“ Eine Herausforderung sah er in der Spanne zwischen dem Klischeebild, wie Wohnen auf dem Land aussieht (schmuckes Einfamilienhaus im Neubaugebiet), und dem bestehenden Angebot (ältere Bestandsimmobilie im Ort). Angesichts der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung sei eine zentrale Botschaft, dass in den „Schrumpfungsräumen“ verstärkt die Innenreserven verwertet werden sollten. Auch anhand einer Aufrechnung, was die Erschließung eines Neubaugebietes kostet, zog er den Schluss: „Im Kern spielt die Musik – auch in der Zukunft.“

Lange leben im Dorf

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lid-wallmerod-klLandflucht: Reportage von Julia Rothhaas, Süddeutsche Zeitung, 20. Mai 2018

Viele abgelegene Orte in Deutschland kämpfen gegen Abwanderung. Ein Bürgermeister im Westerwald will nicht zusehen, wie seine Heimat verödet. Er holt die Menschen zurück.

Das Haus da hinten in der Kurve. Das ockerfarbene gegenüber. Das mit dem Wintergarten und das alte Feuerwehrgerätehaus auch. Das alles sind "seine" Häuser. Klaus Lütkefedder rauscht mit einem Mercedes durch die Dörfer und zeigt auf Gebäude, als wären sie Pokale in einer Vitrine. Seiner Vitrine.

Entlang der B 8, die sich durch die Verbandsgemeinde Wallmerod im Westerwald schlängelt, sieht kein Haus aus wie das andere, jeder darf hier bauen, wie er will. Ein stilistisches Chaos, mehr Trainingsjacke als maßgeschneiderter Anzug, so wie Lütkefedder einen trägt. Den Wildwuchs kann man begrüßen oder beklagen, ihm ist es egal. Hauptsache, die Menschen bleiben. "Es geht nicht darum, denkmalgeschützte Museumsorte zu schaffen. Sondern darum, wie wir die Leute wieder ins Dorf bekommen."

foerderer

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